Als flexibles Verpackungsmaterial, das kontinuierlich gerollt und leicht geschnitten werden kann, bestimmt der Formungsprozess von Rollfolie direkt seine Mikrostruktur, seine mechanischen Eigenschaften und seine funktionelle Leistung. Derzeit umfassen die gängigen Umformverfahren hauptsächlich Extrusionsgießen, Extrusionsblasformen und biaxiales Strecken. Jeder Prozess hat seine eigenen Eigenschaften in Bezug auf Gerätekonfiguration, Prozessanordnung und Parametersteuerung und kann je nach Materialsystem und Anwendungsanforderungen flexibel ausgewählt werden, um eine effiziente Produktion und Leistungsoptimierung zu erreichen.
Extrusionsgießen ist ein weit verbreitetes kontinuierliches Formverfahren in der Rollfilmproduktion. Bei diesem Verfahren werden Harzkörnchen einem Extruder zugeführt, erhitzt und geschmolzen und anschließend durch eine hochpräzise T--Düse zu Platten mit gleichmäßiger Dicke extrudiert. Diese Folien werden dann schnell abgekühlt und unter der Hochgeschwindigkeitsklemmung von Kühlwalzen zu einem kontinuierlichen Film geformt. Aufgrund der schnellen Abkühlgeschwindigkeit und der geringen Kristallinität weist der im Gießverfahren hergestellte Film eine hohe Transparenz und eine gute Gleichmäßigkeit der Dicke auf. Darüber hinaus ist die Geschwindigkeit der Produktionslinie relativ hoch, wodurch sie für die Massenproduktion von Rollfolien aus Polyethylen niedriger -Dichte (LDPE), linearem Polyethylen niedriger -Dichte (LLDPE) und einigen modifizierten Polypropylenen (PP) geeignet ist. Wenn mehrschichtige Verbundfunktionen erforderlich sind, können mehrere Extruder und Co-Extrusionsdüsen verwendet werden, um das Material gleichzeitig zuzuführen. Dadurch wird eine integrierte Formung der Heißsiegelschicht, der Trägerschicht und der Sperrschicht erreicht, wodurch Prozessverluste und Risiken der Zwischenschichtbindung im Zusammenhang mit der sekundären Laminierung reduziert werden.
Beim Extrusionsblasformverfahren wird geschmolzenes Harz mithilfe einer Ringdüse zu einem Vorformling extrudiert. Anschließend wird Druckluft injiziert, um eine seitliche Ausdehnung zu bewirken, während es gleichzeitig unter der Wirkung einer Zugvorrichtung in Längsrichtung gedehnt wird. Nach dem Aushärten durch einen Kühlluftring wird es zu einer Folie aufgewickelt. Dieses Verfahren erfordert relativ geringe Investitionen in die Ausrüstung, eine hohe betriebliche Flexibilität und eignet sich zur Herstellung kontinuierlicher Rollfolien mit großen Breiten und gleichmäßiger Dickenverteilung, insbesondere in LLDPE- und LDPE-Einzel- oder Einfachmischungssystemen. Die Abstimmung des Blasverhältnisses und des Traktionsverhältnisses hat einen erheblichen Einfluss auf die Querfestigkeit, Steifigkeit und Transparenz der Folie und erfordert eine präzise Kontrolle während der Prozessfehlerbeseitigungsphase, um Dickenabweichungen oder lokale Schwachstellen zu vermeiden.
Bei Polypropylen-Endlosrollenfolien ist die biaxiale Streckung ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der Leistung. Dieser Prozess beinhaltet typischerweise eine Längsstreckung, gefolgt von einer Querstreckung, während sich die Folie in einem hochelastischen oder mäßig kristallinen Zustand befindet. Dadurch richten sich die PP-Molekülketten regelmäßig in beide Richtungen aus und induzieren eine Kristallisation, wodurch die Festigkeit, Steifigkeit, Transparenz und Barriereeigenschaften der Folie erheblich verbessert werden und typische BOPP-Rollenfolien entstehen. Das biaxiale Strecken erfordert eine äußerst präzise Steuerung des Temperaturfelds, der Streckgeschwindigkeit und der Abbindetemperatur. Schwankungen in jedem Stadium können zu einer ungleichmäßigen molekularen Ausrichtung führen und das mechanische Gleichgewicht und die optische Qualität des Endprodukts beeinträchtigen.
In der Nachformungsphase können Oberflächenbehandlungs- und Beschichtungsprozesse eingeführt werden, um die Funktionalität zu erweitern. Durch die Koronabehandlung werden polare Gruppen eingeführt, indem Mikroentladungen auf der Folienoberfläche erzeugt werden, wodurch die Bedruckbarkeit und die Heißsiegelhaftung verbessert werden. Die In--Beschichtung kann der Folie Funktionen wie Antibeschlag-, Antistatik- oder Fettbarriereeigenschaften verleihen und so den Anforderungen spezifischer Anwendungen gerecht werden.
Insgesamt kann der Rollfolienformungsprozess, der auf Extrusionsgießen und Blasformen basiert, in Kombination mit biaxialer Streckung und Nachbearbeitungstechnologien eine umfassende Abdeckung von einzelnen{1}Materialien bis hin zu mehrschichtigen Verbundwerkstoffen und von allgemeinen Verpackungen bis hin zu leistungsstarken Barriereanwendungen erreichen. In der Produktionspraxis sollte die Prozessauswahl und Parameteroptimierung auf der Grundlage der Harzeigenschaften, der Produktstruktur und der Endanforderungen erfolgen, um sicherzustellen, dass die Folie sowohl eine hervorragende Formeffizienz als auch eine stabile Leistung aufweist und eine zuverlässige Unterstützung für nachgelagerte Verpackungsanwendungen bietet.
